Let’s get off the hook! Unhooked-Tipps von den Profis

Die wichtigsten Unhooked-Tipps im Überblick:

 

VORBEREITUNG:

  • Skills: Wer sich an Unhooked-Tricks versuchen will, sollte sicher alleine kiten und problemlos höhelaufen können sowie Basic-Tricks wie normale Sprünge und simple Rotationen (Backroll) beherrschen. Gute Kitekontrolle ist unerlässlich, wenn man ausgehakte Manöver üben möchte.
  • Bedingungen checken: Zum Unhooked-Üben eignen sich am besten flaches Wasser und konstanter Wind, der nicht zu stark ist. Mit einem großen Kite (10+ qm) ohne Überpower sind die ersten Unhooked-Übungen sicherer und fallen wesentlich leichter.
  • Safety-Leash: Nicht vergessen, die Safety-Leash im (Semi-)Suicide-Modus zu fixieren (wird oft nur Suicide-Modus genannt). Dh. Einhängen im Safety-Ring und Chickenloop gleichzeitig.
  • Depower: Den Kite fürs Unhooked-Fahren richtig trimmen (so, dass es bei längerem Heranziehen der Bar nicht zu einem Backstall kommt).
Linda Viktoria Olofsson: “Wenn es um Unhooked-Tricks geht, ist Commitment alles!”

ÜBUNGEN:

  • Vorübung für Raileys: Eingehakte Gayleys mit viel Speed bei der Anfahrt, um ein Gefühl für den Pop zu bekommen (allerdings gibt es auch vehemente Gayley-Gegner, die meinen, durch Gayleys würde man sich den Style für Raileys versauen!).
  • Aus- und Einhaken: Zuerst beim Fahren üben, um mit dem Vorgang vertraut zu werden. Bei viel Platz am Strand ohne Hindernisse, Sideoff-Bedingungen und konstantem, leichtem Wind kann das Ein- und Aushaken auch an Land geübt werden.
  • Keep distance: Bei Unhooked-Übungen und -Tricks mindestens Leinenlängen Abstand zum Ufer bzw. zu Hindernissen und anderen Kitern/Wassersportlern nach Lee einhalten.
  • Stabil bleiben: Bei den Übungen zum Ein- und Aushaken bzw. auch bei den Sprungübungen den Kite auf 10-11 Uhr bzw. 1-2 Uhr halten. Die Hände ganz mittig an der Bar platzieren – so wird der Kite weniger leicht versteuert.
Ablauf beim Railey – leicht abfallen, aushängen, stark ankanten und explosiv abspringen.

WAS MAN NOCH WISSEN SOLLTE:

  • Schlaufen statt Boots: Bei den ersten Unhooked-Sprungversuchen sollte man ein Board mit Fußschlaufen verwenden, da man sich im Notfall leichter davon trennen kann. Stürze mit Boots sind oft heftiger und schmerzhafter, das das Board wie ein Anker im Wasser hängen bleibt.
  • Loslassen: Ist zu viel Zug auf der Leine, um den Chickenloop wieder einzuhängen, dem Kite mehr nachfahren bzw. mit einer Hand den Chickenloop greifen und die Bar auslassen. Bei Kontrollverlust immer sofort die Bar auslassen.
  • Spannung halten: Den Ablauf Abfallen-Aushängen-explosives Ankanten-Abspringen gut einüben und immer beibehalten. Nach dem Aushängen gleich abspringen und nicht zu lange ausgehängt fahren, da man sonst an Körperspannung verliert, die man für den Trick braucht. Bei einem Abbruch besser wieder einhängen und den Ablauf von vorne starten.
  • Fokussiert bleiben: Neue Tricks pro Session 10-20 Mal versuchen (sofern die Bedingungen stimmen!) und sich von Stürzen nicht entmutigen lassen – die gehören dazu!
  • Unterstützung: Sich Unhooked-Tipps von Freunden oder anderen Kitern holen, Übungsvideos oder Tutorials anschauen bzw. sich beim Üben filmen lassen – all das kann sehr hilfreich sein, wenn es darum geht, sich zu verbessern.

 

Mike Mayer: “Der Absprung ist essentiell für das Gelingen eines Tricks.”

Titelfoto:
Rider: Andrea Luca Ammann, (c) Riccardo Locci/Kite Village Sardegna

 

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