Surf Worldcup Podersdorf: Das Kite-Wochenende

Eindrücke vom ersten Wochenende des SWC 2016

Hallo liebe Leute, seit letzter Woche ist am Neusiedlersee wieder ordentlich was los. Grund dafür ist der Surf Worldcup, der schon seit 1998 dort stattfindet – und seit damals in jedem Jahr mehr Besucher anlockt. Mittlerweile ist der Surf Worldcup zu einem Monsterevent geworden: allein 45.000 Leute waren es heuer schon am ersten Wochenende.

image
SWC 2016: Auf dem Weg zum Eventgelände.

image
Sonnenuntergänge am See … immer wieder beeindruckend.

Zusammenfassen könnte man die beiden SWC-Wochen so: Sommerbeginn & Partys ohne Ende & Surfbewerbe. Wobei der Fokus sich in den letzten Jahren leider von einer Surfveranstaltung mehr in Richtung Hardcore-Partyevent entwickelt hat: Tagsüber geht’s am Strand ab, abends am Partygelände mit den riesigen Event-Zelten. Der Surfspirit ging dabei (im Vergleich zu früher und im Vergleich zu den allerersten Surfworldcups sowieso – das kann ich aber nur nacherzählen, da ich damals noch nicht selbst dabei war – aus unterschiedlichsten Gründen aber immer mehr verloren.
Die Zeiten, in denen das Rundherum des Surfworldcups aus eingefleischten Windsüchtigen mit ihren Wagenburgen aus  Surfbussen bestanden hat und sich eben diese Surfer abends zu echten, heftigen Surfpartys getroffen haben, sind schon lange Geschichte. Soll heißen: Sehr, sehr viele Besucher (die meisten, würde ich sagen) kommen nicht wegen der Surfbewerbe bzw. des Sports, sondern allein zum Partymachen. Nicht, dass nicht auch schon früher ordentlich gesoffen und gefeiert wurde, aber die Intentionen scheinen eher so zu sein: Surfbewerb schön und gut, das ist eh irgendwie lässig mit diesem Surfdingsda … aber wenn’s eine reine Feierei  wäre (wie Springbreak), dann wär’s völlig wurscht. Die Surfbewerbe werden da mehr als Nebenveranstaltung angesehen …

image
Party gibt es am Surf Worldcup Podersdorf – wenn man möchte – den ganzen Tag über.

Ich könnte jetzt ewig darüber philosophieren, das hat aber keinen Sinn. Erstens hilft die „früher war alles besser“-Einstellung keinem, zweitens hilft es, wenn man weiß, wo man abends hingeht, um dem Schlimmsten zu entfliehen. Und in Summe ist der SWC ein tolles, groß aufgezogenes und für diese Größe auch super organisiertes Event, auf das ich mich jedes Jahr gefreut habe – und das auch immer so eine Art fixen Sommerbeginn für mich darstellt. Leider heuer zum letzten Mal,  da sich die Gemeinde und der Veranstalter nicht einigen konnten. Nächstes Jahr soll das Event in Neusiedl am See stattfinden – ich bin schon mehr als gespannt, wie das aufgezogen wird.

Surf Worldcup Podersdorf: Viele Meetings, aber leider kein Kite-Contest

image
SWC 2016: Beim Riders-Meeting für den Kite-Teamcontest.

Fürs erste Wochenende war ein Kite-Teambewerb geplant – leider fand dieser nicht statt, da der Wind sich dafür  entschieden hatte, nicht mitzuspielen (könnte ein bissl eine Trotzreaktion gewesen sein … ;)). Super viele Skippers Meetings, immer wieder wollte man doch starten, hat wieder verschoben, weil man hoffte, dass der Wind doch noch irgendwie durchkommt. Sonntag Nachmittag gab’s ein wenig Ostwind, der aber a) zu schwach war und b) in Podersdorf offshore reinkommt (also bei schwachem Wind sogar das Starten fast unmöglich macht). Schade, vor allem für die Rider – beim letzten Kitebewerb am Surfworldcup Podersdorf mitzufahren wäre sicher etwas ganz Besonderes gewesen. Aber gegen das Wetter kommt man leider nicht an.
Die Teams bestanden heuer übrigens jeweils aus einem Pro-Fahrer, einer weiblichen Fahrerin und einem Promi. So waren z. B. die österreichischen Pros Mike Schitzhofer, Stefan Spiessberger und Bibiana Magaji mit dabei, aber auch Neusiedlersee-Lokalmatador und Promi-Winzer Leo Hillinger. Hier noch ein paar Eindrücke vom ersten Wochenende und von der Rider-Vorstellung:

Rider4Rider: Das wird ganz groß!

Kommendes Wochenende finden in Podersdorf nicht nur wieder zig Parties statt, sondern auch der PWA Windsurf Worldcup. Die Kiteszene trifft sich dann auf der gegenüberliegenden Seite des Sees, genauer gesagt bei den Westcoastkiters in Breitenbrunn. Dort geht der Rider4Rider Contest über die Bühne – ein Kitebewerb, bei dem es heuer (neben den Locals natürlich) vor internationalen Pro-Fahrern nur so wimmeln wird. Ich freu mich schon total drauf und werde natürlich vor Ort sein – weil ich nicht nur für Kitejoy Fotos und Infos sammeln werde, sondern auch für die nächste Ausgabe des Kiteboarding Magazins über den R4R berichten darf. Wer es irgendwie schafft – schaut vorbei, das wird ein megageiles Event!

Aloha, Anja

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Kommentar verfassen

wpDiscuz