Artikel-Serie: Kitesurfen mit Kindern – Tipps & Tricks – Vol. 1

Ein Thema, zu dem ich in letzter Zeit viele Anfragen bekommen habe, ist Kiten mit Kindern. Da das Thema ziemlich umfangreich ist – richtiges Equipment, Lehrmethoden, richtiges Verhalten als Elternteil etc. – habe ich mich entschlossen, eine Artikelserie zum Thema zu machen. Und dabei kommen Leute zu Wort, die sich auskennen (da ich selbst keine Erfahrung auf diesem Gebiet habe ;)).
Den Anfang macht Oliver Palmers aka Olsen, Snowkite-Weltmeister und Inhaber von snowkitekurse.at, der FAQs zum Thema Kitesurfen mit Kindern beantwortet und nun bis Ende Juni nächsten Jahres die KITE4KIDS-Tage veranstaltet – kostenloses Schnupperkiten für Kids am Neusiedlersee! Mehr dazu wird am Ende des Artikels verraten.

(c) Martin Reiter

Kitesurfen mit Kindern – Vol. 1

Mein Kind möchte Kitesurfen lernen. Wie gehe ich am besten vor?

Als Elternteil sollte man keine Angst davor haben, die Kids das Kiten probieren zu lassen – natürlich nur, sofern sie es selbst möchten. Kinder lernen intuitiv und schneller als Erwachsene! Aber Achtung – auch, wenn man selbst ein erfahrener Kiter ist: Bei einem Kurs mit einem zertifizierten Lehrer sind die Kinder anfangs am besten aufgehoben – nicht nur der Sicherheit wegen, sondern auch, weil die Kinder auf einen Lehrer prinzipiell anders reagieren als auf die Eltern, und weil sie bei einer Kiteschule immer passendes Equipment für ihr Gewicht und ihre Körpergröße sowie Sicherheitsausrüstung (z. B. Helm) bekommen.
(c) Martin Reiter

Ab wann können Kinder kiten lernen? 

Was das Mindestalter für einen Kurs angeht, haben Kiteschulen unterschiedliche Bestimmungen – meistens liegt es im Rahmen von 8-12 Jahren, manche Schulen setzen auch ein Mindestgewicht (oft 35-40 Kilo) bzw. eine gewisse Körpergröße voraus. Schnupperkurse gibt es aber auch schon für jüngere bzw. leichtere Kinder. Eine gewisse körperliche Fitness sowie Lernbereitschaft und Verständnis für die Herausforderungen dieses Sports sind jedoch immer Voraussetzung. Bei einem Kitekurs am Wasser muss das Kind außerdem schwimmen können und sollte auch keine Angst vor Wasser haben.
(c) Kitejoy

Die ersten Versuche: Am Wasser oder an Land bzw. am Schnee?

Mit dem Kite an Land bzw. auch am Schnee zu üben eignet sich für Kids perfekt, um erste Erfahrungen mit dem Kite zu sammeln. Mit festem Boden unter den Füßen muss man nicht schwimmen können, man kann bei weniger Wind üben als am Wasser – denn auch, wenn man nicht ins Fahren kommt, bleibt man einfach stehen, statt wie im Wasser würde unterzugehen. So können sich die Kids erst einmal ganz ungestört aufs Kite-Handling konzentrieren.

(c) Snowkitekurse.at

Welchen Kite verwenden Kinder anfangs am besten?

Zu üben beginnen sollten Kinder mit einem Trainerkite – den kann man im Falle des Falles loslassen. Wird das erste Mal ein Depowerkite verwendet, dann sollte es ein kleiner und leicht zu bedienender (Schulungs-)Kite sein. Onestrut- oder Strutless-Kites um die 6 Quadratmeter eignen sich perfekt – es gibt auch spezielle Kites zum Land- und Snowkiten, die schon ab drei bis vier Knoten vernünftig fliegen (solche werden z. B. für die Kinderschulungen von snowkitekurse.at verwendet).
Das Problem bei “normalen” Kites mit mehr Struts ist oft, dass diese, um stabil im Zenith stehen zu bleiben, so viel Wind brauchen, dass sie vor allem beim Bewegen/beim schnellen Runterlenken für die Kids dann schon zu viel Power generieren. Oft wird bei Kindern deshalb auch mit kurzen Leinen geschult, vor allem, wenn der Wind stärker ist (je kürzer die Leinen, desto weniger Kraft entwickelt der Kite).

Welches Trapez braucht ein Kind zum Kiten?

Zum Lernen ist ein Sitztrapez zu empfehlen, das hinten über einen Griff zum Festhalten verfügt.  An diesem kann man dann infolge als Elternteil auch eine Leash zum Halten befestigen. Wenn ein Kind dann schon mehr Sicherheit und Kitekontrolle  hat, kann man natürlich auch ein Hüfttrapez ausprobieren.
(c) Martin Reiter

Welche Bar eignet sich für Kids?

In Sachen Bar ist es wichtig, dass der Depowerweg nicht zu lang ist – da Kinder kürzere Arme haben. Da empfehlen sich auch Bars mit einem Stopperball, damit man als Kind die Bar wieder greifen kann, wenn man sie einmal ausgelassen hat. Es gibt spezielle Bars für Frauen, bei denen der Depowerweg kürzer ist. Weiters sollte die Bar ein modernes und einfach zu bedienendes Safety-System aufweisen.
(c) Helmut Fuchs/kitejoy

KITESURFEN MIT KINDERN
KITE4KIDS – kostenloses Schnupper-Landkiten am Neusiedlersee

Bei den KITE4KIDS-Tagen haben Kinder bis 13 Jahre nun die Möglichkeit, ab sofort und noch bis Ende Juni 2018 kostenlos Kiten an Land auszuprobieren – unter Anleitung des Lehrerteams von Snowkitekurse.at.
Wie man am Schnupper-Landkiten teilnehmen kann? Einfach ein kurzes Mail an info@snowkitekurse.at schreiben! Bis zum 28. Juni 2018 wird es mehrere KIDS4KIDS-Tage geben – die genauen Tage und der Ort werden jeweils per Mail bekanntgegeben.

Aufmacherfoto: (c) Martin Reiter

In Vol. 2 der Serie “Kitesurfen mit Kindern” gibt es Erfahrungsberichte und Tipps von Eltern, deren Kids schon sehr früh mit Kiten in Berührung gekommen sind. Mehr dazu im nächsten Artikel!

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