Artikel-Serie: Nervige Kiter-Charaktere Vol. 2 – der selbsternannte Materialexperte

Weiter geht es mit Vol. 2 der Serie “Nervige Kiter-Charaktere” . Fairerweise muss gesagt werden, dass es unter Kitesurfern eh verhältnismäßig wenige stressige Leute gibt … aber manche können einem wirklich den letzten Nerv rauben! Wie Miesmacher, die im ersten Artikel beschrieben wurden oder selbsternannte Materialexperten, die Thema dieses Beitrages sind.
Nocheinmal möchte ich darauf hinweisen, dass ich diese Artikel-Serie teils durchaus etwas überspitzt, aber mit Augenzwinkern und viel Humor geschrieben habe … was meiner Meinung nach der beste Weg ist, mit komplizierten Personen umzugehen.


Nervige Kiter-Charaktere Vol. 2

DER SELBSTERNANNTE
MATERIALEXPERTE

Auch ein sehr, sehr spezieller Fall. Denn diese Person weiß alles, vor allem, wenn es ums Kite-Material geht. Ihr gesamtes Kite-Leben dreht sich ums Equipment – und das Hauptproblem ist, dass ihre Gedankengänge sehr dogmatisch sind: Ob man einen Trick lernt oder nicht, hängt nur vom Material ab, d. h. ohne einen ganz bestimmten Kite wird man ein bestimmtes Manöver nie lernen (und da rede ich nicht von Handlepasses mit einem Foilkite ;)). Ob man ein guter Mensch/Kiter ist oder nicht, hängt hauptsächlich davon ab, welche Kites und Boards man fährt. Alles, was in irgendeinem Kite-Magazin geschrieben ist, ist die allgemeingültige Wahrheit, auf immer und ewig. Wenn jemand einen (ihrer Meinung nach) “Anfänger-Schirm” fährt, dann muss er logischerweise auch ein blutiger Anfänger sein – und wird es immer bleiben.

Pfffff … auch, wenn Materialexperten mit manchen ihrer Ansichten vielleicht hin und wieder sogar recht haben können – warum müssen sie in allem so extrem denken?

Beim Kiten geht es nicht nur ums Equipment … sondern vor allem um Spaß und Verbundenhei tmit der Natur. (c) Helmut Fuchs/Kitejoy

Das Lustige ist: Solche selbsternannten Experten fallen vor allem durch ihr gefährliches Halbwissen auf. Man wird kaum einen wirklich guten und erfahrenen Kiter finden, der sich so aufspielt. In 99,9 Prozent der Fälle sind diese Leute nicht sehr erfahren – im Gegenteil, oft handelt es sich dabei um ziemlich unsichere Kiter mit bescheidener Kitekontrolle, die noch dazu null Ahnung von Flugeigenschaften eines Kites und Faktoren wie Power, Depower oder Leinenlängen haben. Nichtsdestotrotz sind sie emsig bestrebt, ihre fragwürdige Kompetenz mit allen anderen zu teilen, ungefragt natürlich. Man kann sich vorstellen, wie anstrengend das werden kann …

Am Ende des Tages zählt nur eines – nämlich, ob man einen guten Tag am Wasser hatte. Ganz egal, mit welchem Equipment! (c) Helmut Fuchs/kitejoy

Was macht man am besten, wenn man auf einen selbsternannten Materialexperten trifft? Naja, wenn man Glück hat, kann man sich rechtzeitig aus dem Staub machen. Wenn nicht, dann ist man zumindest auf der sichere(re)n Seite, wenn man das gleiche Material fährt wie Mr. oder Ms. Expert. Wenn nicht, dann gute Nacht! Am besten ist es dann, gleich klarzustellen, dass einem vollends bewusst ist, wie sch… das eigene Equipment ist. Eine Diskussion zu starten, ist meist sinnlos, und am Ende ist man nur frustriert! Tief einatmen, kiten gehen und einfach Spaß haben mit dem Material, das man hat – ganz egal, um welches es sich handelt. Es geht um den Spaß an der Sache und nicht darum, was andere sagen.

Wer hat bereits Erfahrungen mit selbsternannten Materialexperten? Ich bin gespannt auf Feedback!

Im nächsten Artikel geht es übrigens auch wieder um einen ganz speziellen Kite-Typen … nämlich den Ignoranten 😉

Habt ihr schon Vol. 1 dieser Serie über Miesmacher beim Kiten gelesen?

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2 Kommentare auf "Artikel-Serie: Nervige Kiter-Charaktere Vol. 2 – der selbsternannte Materialexperte"

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