Richtig gute Kitefotos: Mit diesen Tipps & Tricks geht’s ganz easy

Das erste Kitefoto, auf dem man selbst abgebildet ist – für viele ein  Meilenstein in der persönlichen Kitekarriere, an den man sich lange erinnert. Sogar dann, wenn es sich – wie in meinem Fall – nur um ein unscharfes Bild handelt, auf dem man in Ameisengröße abgebildet ist. Egal, man ist megastolz und muss das Foto natürlich sofort auf Facebook und Co. posten!

Top Kitefotos: Simple, effektive Tricks

anjaerstekiteerfahrung
Eines meiner ersten Kitebilder. Ich war sooo stolz 😀

Aber je länger man schon auf dem Brett steht, desto anspruchsvoller wird man auch in Sachen Kitefotos. Wer in sozialen Medien aktiv ist, wird wissen, wovon ich spreche. Und ganz ehrlich: Es ist doch jeder happy, wenn er mal die Chance kriegt,  richtig gute Bilder von seiner Kitesession zu bekommen – und damit meine ich nicht solche, die aus 100 Metern Entfernung geschossen wurden!

 

20160821RhodosDSC_6343 Kopie

Manche greifen dafür zur Gopro, andere haben einen Kitebuddy, der Bilder macht oder das Glück, einem Fotografen vor die Linse zu kommen. Wie auch immer – kommen wir zum Punkt: Wer richtig geile Kitefotos von sich haben möchte, darf sich nicht nur auf die Kamera bzw. den Fotografen verlassen, sondern sollte in die Trickkiste greifen. Da gibt es ein paar kleine Kniffe, die man beherzigen sollte – simpel, aber supereffektiv!

Nur zur Info: Die Tipps hier richten sich an die Fahrer, nicht an die Fotografen (sie können aber auch hilfreich sein, wenn man Anfänger in Sachen Kitefotografie ist bzw. den Ridern beim Shoot Anweisungen geben möchte).


Wie man auf Kitefotos besser rüberkommt – easy, aber effektiv

 

  • Das richtige Outfit

    Flashige Farben können Bildern den letzten Schliff verleihen. Blau (sofern es nicht knallig ist) ist als Farbe eher ungünstig, weil es am Wasser nicht den besten Kontrast liefert. Aber rote, gelbe, hellgrüne oder pinke Farbtupfer leuchten auf Kitebildern so richtig gut heraus. Bikinis oder Boardshorts sind ohnehin meist bunt, da sollte man nur drauf achten, dass bei den Fotos alles an seinem Platz bleibt ;).

    28895367814_922c02838e_z

    Wenn man in kühleren Gefilden unterwegs ist, kann man z. B. ein buntes Lycra über dem Neoprenanzug tragen. Bei der Outfitwahl sollte man außerdem die Farben von seinem Equipment – Trapez, Board, Boots – berücksichtigen. Wenn alles gemustert ist, wird’s schnell zuviel und man sieht aus wie ein Clown. Ein schriller Farb- und Mustermix macht ein Bild nur chaotischer – aber leider nicht besser. Oft reicht allein ein knalliges Harness oder Board aus, um einem Bild einen Farbtupfer zu verleihen.

    28672260685_8ddf5a5b01_k


 

  • Lachen … oder schreien!

    Es ist egal, so lange man sich weiter entfernt von der Linse aufhält. Aber wenn man näherkommt, sollte man daran denken, wie man dreinschaut! Man ärgert sich nämlich spätestens dann grün und blau, wenn man seine ungeduldig erwarteten Fotos zum ersten Mal zu sehen bekommt und dann auf jedem Bild aussieht wie ein Kugelfisch. Oder so, als würde man während seiner Tricks jemanden killen wollen (meine Spezialität!). Ok, ok, natürlich sind solche Fotos lustig, und selbstverständlich sollte jeder über sich selbst lachen können.

     

     

    faceswhilejumping
    Ein Foto-Klassiker: Der Kugelfisch.

     

     

    Trotzdem, jeder möchte zumindest ein paar Shoots, auf denen man einen coolen/neutralen/freundlichen (jedenfalls nicht total entgleisten) Gesichtsausdruck hat, nicht wahr? Für Kiter, die an Shootings gewöhnt sind, ist es normal, vor der Kamera an die eigene Mimik zu denken. Alle anderen müssen sich ein virtuelles Memo im Kopf behalten. Also, lachen oder zumindest möglichst neutral dreinschauen, während geknipst wird! Leichter gesagt als getan, ich weiß – vor allem, wenn man ein schwieriges Manöver macht … Hier ist noch ein Tip, der für viele funktioniert: Während eines Tricks einfach schreien (muss nicht laut sein :D) oder zumindest so tun. Klingt doof – ist aber manchmal einfacher als grinsen oder seriös gucken und kann auf den Pics super rüberkommen! Einfach ausprobieren, was für einen selbst am besten funktioniert.

    29028556626_42dfa52c26_z
    Während des Sprungs schreien – kann man ja mal versuchen!

 

  • Keep it simple

    Ich habe schon oft (besonders von Mädels) gehört: Ich bin Anfänger bzw. kann (fast) keine Tricks, das gibt dann doch nur langweilige Bilder. Das stimmt aber so nicht. Gerade, wenn im Wasser fotografiert wird, können schon gute Fotos entstehen, auch wenn man nur vorbeigleitet, eine Hand von der Bar gibt, sich zurücklehnt oder toeside fährt. Ach ja, in so einem Fall lachen nicht vergessen!

    28518687342_97086300b5_k
    28546070321_f2f90a9986_kGanz ehrlich: In Sachen Tricks sehen oft ganz simple Manöver auf Bildern besser aus als etwas Mega-Kompliziertes. Wenn die Fotos nicht für eine Serie verwendet werden sollen, sieht keiner, ob man tausendmal rotiert oder einen dreifachen Airpass macht. Schon ein normaler Sprung kann am Bild beeindruckend wirken, wenn man ihn mit einem Grab/Tweak kombiniert! Dazu sollte man sich vor dem Absprung überlegen, was man mit seinem Körper bzw. den Armen und Beinen tut – strecken, abwinkeln, ein bein oder beide – und wo man den Grab ansetzt.

     

     

     

    28398506524_e94b5309e2_z

    Bei ausgehakten Tricks wie einem Railey sollte man nicht vergessen, die Arme zu strecken – einfach, weil der Sprung dann am Bild um Faktor hundert besser aussieht. Und wenn man nicht jeden Trick landet, nicht zu enttäuscht sein – bei Fotos geht’s um den Style in der Luft. Die Landung ist eh nicht am Bild 😉

    28732395030_f8b3c4362c_z
    Nicht vergessen: Strecken!

 

 


 

  • Mit dem Fotografen kommunizieren

    Dieser Punkt ist vor allem dann wichtig, wenn direkt im Wasser fotografiert wird (was meiner Meinung nach die besten Ergebnisse bringt). Zum Beispiel wäre es doch extrem schade, wenn man alles gibt, und sich schlussendlich herausstellt, dass man jedes Mal viel zu weit entfernt von der Kamera abgesprungen ist … Ok, wenn man mit einem erfahrenen Kite-/Sportfotografen am Wasser ist, wird er einem schon sagen, wo man den Absprung ansetzt. Wenn nicht, einfach fragen!

    28704523331_24121800cc_k
    Den Absprung nahe ansetzen, ohne dem Fotografen ins Gesicht zu hüpfen – so soll’s sein.

     

     

     

    Anfangs hat man meist Angst, zu nahe abzuspringen oder vorbeizufahren und den Fotografen mit seinem Board zu verletzen. Mein Mann trägt meistens einen Helm, vor allem, wenn er im tiefen Wasser Fotos schießt und Leute am Wasser sind. So
    sieht man ihn früher, und wenn ihn wirklich mal jemand zu spät wahrnimmt oder ein Sprung schiefgeht und man zu nahe landet, ist er besser geschützt. Tipp für „Drüberspringfotos“: Da sollte schon ein wenig Power im Schirm sein bzw. der Absprung perfekt – sprich, man sollte sicher springen können, um ordentlich Höhe zu bekommen (damit man nicht auf dem Kopf des Fotografen landet).

    28193597572_1760bfb618_o


 

  • Bei jedem Wetter aufs Wasser

    Keine Frage – Bilder von Kitern, die von türkisblauem Wasser und hellblauem Himmel umgeben sind, sehen geil aus. Und natürlich wünschen die meisten von uns sich solche Bedingungen für jede Session. Die Realität sieht aber anders aus – nämlich so, dass nicht alle die Gelegenheit haben, immer in Laborbedingungen zu kiten (beispielsweise hier in Österreich, hehe ;)). Trotzdem, schlechtes Wetter ist noch lange kein Grund für schlechte Kitefotos – im Gegenteil, solche Bilder können sogar viel beeindruckender werden (solange der arme Fotograf nicht bei drei Meter hohen Wellen und 40 Knoten auf offener See schwimmen soll).

    Cold weather? I don't care!
    Mystische Foto-Atmosphäre (bei saukaltem Wetter!)

     

    Eitelkeit ist dabei aber am falschen Platz. Ich mag es zum Beispiel überhaupt nicht, wenn ich mit meinem Trockenanzug geknipst werde (weil ich mir damit wie ein Teletubbie vorkomme), aber ganz ehrlich – ist das nicht egal? Auch, wenn dick eingepackt plus Sturmhaube vielleicht nicht die vorteilhafteste Kombi für Fotos sein mag – immerhin sind die Bilder eine bleibende Erinnerung an eine abenteuerliche Kaltwasser-Session.
    Kleiner Tipp zum Schluss: Diese neoprengefütterten Haubinger-Surfbeanies bringen Farbe ins Bild – auch, wenn sonst alles grau in grau ist.

    IMG_7245


 

Was sind eure Erfahrungen mit Kitefotos? Habt ihr noch weitere Tipps bzw. gibt es etwas, das ich nicht erwähnt habe?

Aloha, Anja

 

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Kommentar verfassen

wpDiscuz