5 Fragen, 5 Antworten: Malin Amle

Hallo liebe kitejoy-Leser,

ich freu mich, euch meine neue Serie “5 Fragen – 5 Antworten” vorstellen zu dürfen. Ich werde dafür regelmäßig Prorider aus aller Welt interviewen und ihre Erfahrungen, Tipps und Tricks rund ums Kitesurfen mit euch teilen.
Meine erste Interviewpartnerin ist Liquid-Force-Teamriderin Malin Amle aus Norwegen, die das ganze Jahr über rund um den Globus kitet.

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Malin Amle, Liquid Force Teamriderin aus Norwegen

5 Fragen an Malin Amle

Wann und warum hast du dich dafür entschieden, an Kite-Contests teilzunehmen?

  • Ehrlich gesagt bin ich nicht der typische Wettbewerbs-Typ. Kiten war für mich immer etwas, das ich gemacht habe, weil ich es liebe und weil ich meine Leidenschaft mit Freunden aus der ganzen Welt teilen möchte. Trotzdem mag ich Herausforderungen und habe deshalb 2014 beschlossen,  es bei der World Tour und den Europäischen Meisterschaften zu versuchen. Es lief ganz gut und war noch dazu eine tolle Erfahrung. Ich konnte mit vielen talentierten Ridern gemeinsam fahren, was mich inspiriert hat, den nächsten Level in Angriff zu nehmen. However – mir ist schließlich klar geworden, dass meine größte Leidenschaft im Freeriden liegt – und darin, Content zu erstellen, der andere motiviert, diesen wundervollen Sport auszuprobieren. Jetzt nehme ich an Fun-Events teil und netzwerke mit Leuten in der Kite-Industrie, kreiere Quality-Content und und teile meine tollen Erfahrungen auf dem Wasser mit alten und neuen Freunden!
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(c) Vincent Bergeron

Findest du, dass es als weibliche Riderin schwieriger ist, in der Kite-Community akzeptiert zu werden, speziell im professionellen Level? 

  • Ich glaube, dass es sogar einfacher ist. Gerade, weil Kitesurfen so ein von Männern dominierter Sport ist, denke ich, dass die wenigen Mädels dabei besonders gut aufgenommen werden.

Viele Kiter finden Straps uncool und fahren nur mit Boots. Wie denkst du darüber – und helfen Boots wirklich dabei, mehr Performance zu liefern? 

  • Haha, ich glaube, das ist nur eine weit verbreitete Annahme! Die meisten Profahrer haben hauptsächlich deshalb auf Boots umgesattelt, weil sie dadurch technische Tricks mit mehr Power und Style raushauen können – und nicht, weil es cool ist. Um von mir selbst zu sprechen: Mit Straps bin ich meine Tricks nicht gestanden, weil ich nicht die Power dafür hatte. Nachdem dann auf Boots umgestiegen war, konnte ich diese Tricks viel öfter landen. Man könnte sagen, dadurch hat sich für mich eine ganz neue Welt aufgetan! Ich finde, dass Boots jedem Trick eine Menge Style hinzufügen. Trotzdem, ich würde sie nicht empfehlen, wenn man noch kein ordentliches Level in Sachen unhooked Tricks erreicht hat. Es gibt so viele spaßige Manöver, die man mit Straps machen kann – wenn man zu früh auf Boots umswitcht, versäumt man diese Erfahrung!
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(c) Helmut Fuchs

Ist es wichtig, klassische Oldschool-Moves zu beherrschen – oder kann man einfach direkt mit Unhooked-Manövern und Wakestyle loslegen? 

  • Wie schon vorher erwähnt, finde ich, dass man definitiv mehr Spaß haben wird, wenn man sich erst einmal mit den basic Oldschool-Moves beschäftigt. Direkt mit ausgehängten Tricks zu starten – das kann meiner Meinung nach sehr frustrierend enden. Außerdem entgeht einem dann ein großer Teil dessen, was den Spaß am Kiten ausmacht! Ich mixe gerne beide Styles und bin wirklich froh darüber, dass ich den Oldschool-Teil nicht übersprungen bin. Schließlich geht es um den Weg, und nicht ums Ziel 😉
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(c) Vincent Bergeron

Was würdest du jemandem raten, der Angst vorm Kiten hat und es deshalb nicht versucht (was gerade bei Mädels immer wieder der Fall ist)?

  • Ich kann nur sagen: Go for it! Die meisten von uns haben Angst davor, etwas Neues auszuprobieren – aber wir alle besiegen diese Angst, wenn wir einen Schritt nach dem anderen in Richtung unseres Ziels setzen. Hat man den ersten Schritt getan, wird einem klar, dass es meist die Angst selbst ist, vor der man sich fürchtet – und nicht die Sache an sich. Ich weiß wirklich, wovon ich spreche: Während  meiner ersten Kitestunden habe ich fast geheult, so ängstlich war ich!!! Ich bin also ein gutes Beispiel dafür, dass wir diese Ängste alle durchmachen und sie Schritt für Schritt besiegen.

Mehr Infos über Malin gibt es hier:

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(c) Laci Kobulsky

 

Lust auf mehr Interviews: Hier geht’s zu 5 Fragen, 5 Antworten von Julia Castro.

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